Tinker Horse and Irish Cob


Rassebeschreibung           Geschichte

Natürlich weiß heute in Deutschland so ziemlich jeder wie ein Tinker aussieht. Schwieriger wird es da schon, den Unterschied zum Irish Cob zu erklären. Zu der "Version" des Original Irish Cob wohlgemerkt, der im Jahre 2002 von der damaligen ICS Irland Ltd. etabliert wurde. Unbestritten sind sich Tinkerpferd und Irish Cob so ähnlich, dass es meist einen fließenden Übergang gibt und seit Enstehen des Ursprungszuchtbuches für den Irish Cobsteht die Frage im Raum, ob es sich um zwei unterschiedliche Rassen handelt oder nicht. . Und unstrittig ist hierzulande sicher auch die Tatsache, dass nicht alles, was unter dem Namen Tinker oder Irish Cob oder gar Irish Cob Crossbred lebt, auch wirklich einer ist.

Ein Tinker X Reitpony, Warmblut, Friese, ect. kann alle charakterlichen Qualitäten eines Tinkers oder eines Irish Cob haben, aber man sollte mit einem solchen Pferd nicht in einem Zuchtprogramm zur Erhaltung der Rasse weiterzüchten. Man sollte es registrieren und achten als das was es ist: ein Zuchtendprodukt. Nicht weniger wertvoll, aber keine Grundlage für eine neue Generation Tinker/ Irish Cob. Wer ein Reitpferd mit klassischen deutschen Reitpferdeeigenschaften oder Merkmalen eines Barockpferdes will, sollte sich schlicht für ein solches entscheiden; nicht andere Rassen ihrer Merkmale berauben indem man sie "modernisiert" oder wie man es in Zuchtdeutsch so nett umschreibt -"veredelt".

Einen "Irish Cob Crossbred" im Sinne von "Hauptsache da hängen drei Haare an den Beinen" sollte es aus diesem Grund in den Zuchtbüchern überhaupt nicht geben. Wir wollen den Tinker bzw. den Irish Cob in seiner ganzen Vielfalt erhalten und dabei die Entwirrung der verschiedenen Zuchtlinien, die es zweifellos gab (bevor gerade in Deutschland alles durcheinander gemischt wurde), vorantreiben.

Aus diesem Grund setzt sich die Tinker Horse And Irish Cob Society Germany e.V. dafür ein, der Erhaltung und der Entwicklung dieser Rassen eine einheitliche Richtung zu geben - im Zusammenschluß eines Weltverbandes international und auf "lokaler" Ebene in Deutschland und dem umliegenden Ausland. Die Tatsache, dass zum jetzigen Zeitpunkt mehrere verschiedene "Ursprungszuchtbücher" mit dementsprechend unterschiedlichen Rassestandarts in den unterschiedlichsten Ländern existieren, zeigt wie wichtig es für die Zukunft dieser Pferde ist, auf eine einheitliche Lösung hinzuarbeiten. Eine sture "Bestandssicherung" existierender Zuchtbücher darf nicht wichtiger sein, als der Erhalt der Rasse. Trotzdem hat jedes existierende Zuchtbuch seine Daseinsberechtigung und unser aller Weg sollte der sein, durch die Ergebnisse der Grundlagenforschung die Thaics betreibt, eine optimale Angleichung der Inhalte anzustreben und so letztendlich Integrität und Transparenz zu erreichen.